»Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit« – mit diesen Worten dichtete Paul Gerhard im Jahr 1653. Viel Zeit ist seitdem vergangen. Vieles hat sich seither verändert.
Urlaub im Sommer ist für die meisten Menschen in unseren Breiten heute etwas ganz Selbstverständliches. Wir genießen die Natur in ein paar freien Tagen oder Wochen und entdecken dabei Gottes wunderbare Schöpfung in nah und fern.
Doch eigentlich braucht es gar nicht viel Zeit und keine großen Urlaubsvorbereitungen, um sich auf die Suche nach den Freuden der Sommerzeit zu machen. Die Herrlichkeit der Natur liegt direkt vor unserer Nase: in den Vorgärten und auf den Wiesen, auf den Feldern und in den Wäldern, an und in den Baggerseen, die es bei uns gibt.
Hier gibt es so viel zu entdecken. Ständig sprießen Pflanzen aus dem Boden, zwitschern die Vögel, und mit etwas Glück lassen sich auch manche Tiere beobachten. Wie gut Gott dies doch alles gemacht hat!
Und dann gibt es noch die wunderbaren lauen Sommerabende, die man gemütlich mit seinen Lieben – Nachbarn, Freunden und Verwandten – jetzt draußen verbringen kann: gemeinsame Zeit in vertrauter Runde, ein wenig Licht, ein kleines Feuer, was zu essen und zum Trinken, dazu gute Gespräche.
Was braucht es mehr, um das Herz zu erfreuen und die Seele auftanken zu lassen?
Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Sommer, in dem Ihr Herz die Freude findet, die Sie gerade brauchen und suchen.
Ihre Pfarrerin Alexandra Kern
Quelle: zuki-50, Seite 3