Landesweite Institutionen in der „Heimi“ – Referentin für Umwelt und ländlichen Raum

In der Rubrik „Aus der Heimvolkshochschule“ stellen wir diesmal Manuela Kolster vor, die Bildungsarbeit für den ländlichen Raum durchführt und an landeskirchlichen Themen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz mitarbeitet. Die 47-jährige Historikerin, Mutter einer Tochter, ist seit Februar 2019 an der Heimi und an der Weiterentwicklung des Hauses als Bildungsort im ländlichen Raum beteiligt.

Manuela Kolster, was gehört zu deinen Aufgaben? Ich berate Kirchgemeinden bei Fragen rund um Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit, vermittle Kontakte und benenne passende Ansprechpartner. Ich verstehe mich als Bindeglied zwischen dem Landeskirchenamt und den Gemeinden vor Ort.

Welche konkreten Projekte gibt es derzeit? Ein Arbeitsfeld ist die Entwicklung eines Kriterienkatalogs für die Verpachtung von Kirchenland, der Gemeinden unterstützt, Pächterinnen und Pächter nicht nur nach wirtschaftlichen, sondern auch nach ökologischen und sozialen Kriterien auszuwählen. Darüber hinaus arbeite ich an der Umsetzung des landeskirchlichen Klimaschutzkonzeptes mit und erstelle eine Handreichung zum Umgang mit Anfragen für Freiflächenanlagen zur Energieerzeugung. Auch an der Heimvolkshochschule arbeiten wir daran, das Haus nach ökologischen und nachhaltigen Kriterien weiterzuentwickeln – geplant sind unter anderem eine Ladestation für Elektrofahrzeuge sowie eine Fahrradgarage mit Lademöglichkeiten für E-Bikes. Außerdem wollen wir die Zertifizierung mit dem kirchlichen Umweltmanagementsystem „Grüner Hahn“ erreichen.

Wie kannst du die Kirchengemeinde unterstützen? Ein aktueller Schwerpunkt ist das Thema Energieerfassung und Energiemanagement. Hier biete ich Workshops an und unterstütze Gemeinden dabei, die erforderlichen Daten zu erfassen und auszuwerten. Oft lassen sich dadurch Einsparpotenziale erkennen und erste Schritte auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz entwickeln.

Wie sieht eine Gemeinde in zehn Jahren aus, die Ökologie ernst nimmt? Ich stelle mir eine Gemeinde vor, in der Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich zum Alltag gehört: Dienstfahrten mit dem Elektrofahrzeug, fair gehandelter Kaffee in der Teeküche, Blumen aus dem eigenen Pfarrgarten, Gemeindefeste ohne Einweggeschirr – und die Schöpfungszeit fest im Kirchenjahr verankert. Kurz gesagt: eine Gemeinde, die ökologische Verantwortung, wirtschaftliches Handeln und christliche Spiritualität auf ganz natürliche Weise miteinander verbindet.

Das Gespräch führte Peter Ruf, Bild: F. Opelt | LUFTFLUG.com

Quelle: zuki-51, Seite 20

QuelleDieser Beitrag stammt aus dem Gemeindebrief des Kirchspiels Geithain · Frohburg · Lunzenau.

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