Chorturmkirche aus dem 14. Jahrhundert — dem Heiligen Laurentius geweiht, mit Rippen- und Rautengewölbe im Chor.
Die Laurentiuskirche in Frauendorf ist eine Chorturmkirche aus dem 14. Jahrhundert. Der Turm steht direkt über dem Altarraum — ein Bauschema, das im ländlichen Sachsen jahrhundertelang üblich war. Im späten 15. Jahrhundert wurde der Chor neu gewölbt, 1899 kam eine Vorhalle dazu.
Was du drinnen findest
Das Rippen- und Rautengewölbe im Chor
Spätgotische Gewölbekunst mit einer Kombination aus Rippen- und Rautengewölbe — feinteilig, kunstvoll angelegt. Die Rautenformen gehören zu den anspruchsvolleren Gewölbetypen der Zeit und sind in Dorfkirchen selten zu finden.
Der Saal mit Holzdecke
Flachgedeckt, mit sichtbarer Holzbalkendecke — typisch für ländliche Dorfkirchen, die über die Jahrhunderte ihre Bauform bewahrt haben.
Die dreiseitige Empore
Umläuft den Saal und schafft Platz für die Gemeinde.
Die geschnitzten Figuren
Ausstattungsstücke, die aus der spätmittelalterlichen Phase stammen.
Der Taufstein
Zentrum des Sakraments, im Altarraum aufgestellt.
Der Heilige Laurentius
Das Patrozinium — die Weihe an einen Heiligen — geht auf den Heiligen Laurentius zurück, einen frühchristlichen Märtyrer, der im 3. Jahrhundert in Rom als Diakon wirkte und der Legende nach auf einem glühenden Rost starb. Laurentius ist der Schutzpatron der Armen, der Köche und der Bibliothekare. Dass eine kleine sächsische Dorfkirche seinen Namen trägt, zeigt die tiefe Verwurzelung mittelalterlicher Heiligenverehrung auch in ländlichen Gemeinden.
Baujahr 14. Jahrhundert, spätgotische Erweiterung Ende 15. Jahrhundert
Bereich Frankenhain · Frauendorf · Hopfgarten
Patrozinium Heiliger Laurentius
Bauform Chorturmkirche mit 3/8-Schluss
Baustile Romanik, Gotik, Historismus
Vorhalle 1899 hinzugefügt
Lage Auf dem Friedhof

