Romanische Chorturmkirche aus dem 12. Jahrhundert — 1715 innen barockisiert, dem Heiligen Jakobus geweiht.
Die Jakobuskirche steht auf dem Friedhof von Obergräfenhain, zwischen Waldenburg und Rochlitz. Ihre Grundmauern stammen aus dem 12. Jahrhundert — damit gehört sie zu den ältesten Kirchen der Region. Im 18. Jahrhundert wurde sie im Inneren tiefgreifend umgestaltet. Heute zeigt sie ein stimmiges Zusammenspiel romanischer Bausubstanz mit barocker Ausstattung.
Was du drinnen findest
Die romanische Apsis
Mit Halbsäulen und dekorativer Ornamentik — ein originaler Bauteil aus dem Hochmittelalter. Wer sie genau anschaut, sieht Steinmetzarbeit aus der Zeit vor fast tausend Jahren.
Der eingezogene Chorturm
Die Kirche ist eine Chorturmkirche — der Turm steht über dem Altarraum. Dieses Bauschema war im ländlichen Sachsen des 12. Jahrhunderts verbreitet und prägt viele Dorfkirchen bis heute.
Die zweigeschossige Empore
Dreiseitig um den Kirchenraum geführt, wie es im ländlichen Barock üblich war. Sie schafft Platz für die Gemeinde, ohne den Raumeindruck zu zerstören.
Der Kanzelaltar
1715 wurde das Innere neu gestaltet. Damals wurden Kanzel und Altar zu einer Einheit zusammengeführt — ein typisches Merkmal der barocken Dorfkirche.
Die Felderdecke
Gegliedert in bemalte Kassetten, ebenfalls aus der barocken Umgestaltung.
Die Orgel von Johann David Gerstenberger
Ein Instrument aus der Werkstatt des mittelsächsischen Orgelbauers.
Baujahr 12. Jahrhundert (Kern), barocker Innenumbau 1715
Bereich Obergräfenhain · Oberelsdorf
Patrozinium Heiliger Jakobus
Bauform Chorturmkirche mit eingezogenem Chor und Apsis
Konstruktion Verputzter Bruchsteinbau
Lage Auf dem Friedhof, an der Straße der Wettiner
Die Kirche ist in der Regel offen und kann besichtigt werden.
