Spätgotische Saalkirche mit erhaltener Schablonenmalerei — Mitte 14. Jahrhundert.
Die Dorfkirche Altmörbitz entstand um die Mitte des 14. Jahrhunderts als schlichte Saalkirche. Dem Heiligen Martin und der Heiligen Katharina geweiht, hat sich ihre Ausstattung über fast 700 Jahre in bemerkenswerter Geschlossenheit erhalten.
Ein Brand im Jahr 1783 kostete dem ursprünglich sechseinhalb Meter hohen Dachreiter seine Spitze — ersetzt wurde sie durch den barocken Helm, den du heute siehst.
Im Inneren
Bemalte Decken
Im Chorraum spätgotische Schablonenmalerei mit floralen Elementen. Im Kirchenschiff eine barocke Kassettendecke, jedes Feld mit einer eigenen Blütenzeichnung.
Altarretabel
Mittelalterlich, mit geschnitzten Figuren des Heiligen Martin, der Muttergottes und des Heiligen Laurentius.
Kanzel und Taufstein
Beide zeigen eine seltene Verbindung gotischer Gestaltung mit Renaissance-Formen — ein Übergangsstil, der im 16. Jahrhundert nur kurz Bestand hatte.
Emporen und Gestühl
Farbig gefasst, mit Ornamenten und Bibelworten. Das durchgehende Farbkonzept macht den Innenraum zu einem der stimmigsten Beispiele bäuerlicher Kirchenausstattung der Region.
Baujahr Mitte 14. Jahrhundert
Bereich Kohren-Sahlis
Patrozinium Heiliger Martin und Heilige Katharina
