Kirche Nauenhain
Tautenhain · Ebersbach · Nauenhain

Kirche Nauenhain

Kirche Nauenhain, Seitenansicht
Kirche Nauenhain, Seitenansicht

Romanische Chorturmkirche aus dem 13./14. Jahrhundert — mit oktogonalem Glockengeschoss und Zellengewölbe im Chor.

Die Kirche in Nauenhain ist eine Chorturmkirche: Der Turm steht direkt über dem Altarraum, wie es dem Bauschema des 13. Jahrhunderts entsprach. Der quadratische Turmschaft trägt ein oktogonales Glockengeschoss — also einen achteckigen Aufbau im oberen Teil, der die Glocken beherbergt. Im 19. Jahrhundert, vor allem bei der Sanierung 1855, wurde die Kirche grundlegend neu gestaltet.

Was du drinnen findest

Das Zellengewölbe im Chor

Ein seltenes Element: Das Chorgewölbe zeigt ein Zellengewölbe — eine sächsische Sonderform des spätgotischen Gewölbebaus, bei der die Flächen zwischen den Rippen in kleine, facettenartige Felder geteilt sind. Diese Technik wurde vor allem in Sachsen und Böhmen entwickelt und findet sich nur in wenigen Dorfkirchen.

Das Gratgewölbe in der Apsis

Die Apsis ist mit einem Gratgewölbe überspannt — einer älteren, schlichteren Gewölbeform als das Zellengewölbe im Chor.

Die Holzdecke im Kirchenschiff

Flachgedeckt mit sichtbarer Holzbalkenkonstruktion — typisch für ländliche Dorfkirchen.

Die dreiseitige Empore

Läuft um drei Seiten des Schiffs.

Die Kreutzbach-Orgel

Aus der Werkstatt des Bornaer Orgelbauers Urban Kreutzbach, dessen Instrumente in vielen Kirchen der Region klingen — u.a. in Benndorf und Bubendorf. Die Orgel von Nauenhain wurde im Rahmen der Sanierung von 1855 eingebaut.

Das romanische Rundbogenportal

Am Eingang der Kirche erhalten geblieben: ein romanisches Rundbogenportal, das zur ursprünglichen Bauzeit im 13. Jahrhundert gehört. Ein direkter Kontakt zur Bauzeit der Kirche — aus der Zeit, in der die umliegenden Dörfer erst entstanden.

Der Heilige Georg

Das Patrozinium geht auf den Heiligen Georg zurück — einen der populärsten Heiligen des Mittelalters, bekannt als Drachenkämpfer und Schutzpatron der Ritter und Bauern. In einer Dorfkirche wie Nauenhain steht er vor allem für den bäuerlichen Schutz der Äcker und Viehbestände.

Gut zu wissen

Baujahr 13./14. Jahrhundert, Sanierung 1855

Bereich Tautenhain · Ebersbach · Nauenhain

Patrozinium Heiliger Georg

Bauform Chorturmkirche mit eingezogenem Chor, quadratischem Schaft und oktogonalem Glockengeschoss

Baustile Romanik, Historismus

Orgel Urban Kreutzbach, Borna

Lage Auf dem Friedhof

Gottesdienstplan Kirchenführer (PDF)
Lage im Kirchspiel