Spätgotische Kirche aus dem späten 15. Jahrhundert — mit Renaissance-Fenstern und einer Friedhofsmauer mit Schießscharten.
Die Kirche in Hopfgarten wurde zwischen dem späten 15. und dem 16. Jahrhundert gebaut und im 18. Jahrhundert noch einmal erweitert. 1742 kamen Vorhalle und neue Fenster dazu. Von außen schon besonders: Die Friedhofsmauer rund um die Kirche zeigt Schießscharten — ein Hinweis darauf, dass der Kirchhof einmal auch als Schutzort für die Dorfbewohner gedacht war. Der Zugang erfolgt durch ein barockes Torhaus.
Was du drinnen findest
Der Flügelaltar
Ein spätgotisches Ausstattungsstück, das zusammen mit geschnitzten Figuren den Altarraum prägt. Flügelaltäre waren im 15. und 16. Jahrhundert in Dorfkirchen weit verbreitet — sie konnten zu festen und normalen Tagen unterschiedlich geöffnet werden und zeigten dem Gläubigen damit wechselnde Bildprogramme.
Die Renaissance-Fenster mit Maßwerk
Besonders erwähnenswert: Die Fenster zeigen Renaissance-Maßwerk — also eine Verbindung spätgotischer Fensterform mit dem neuen Formgefühl der Renaissance. Ein seltenes Beispiel stilistischen Übergangs.
Das Epitaph für Marschall Hanns von Weissand
Ein Sandstein-Epitaph aus dem frühen 17. Jahrhundert erinnert an Marschall Hanns von Weissand. Solche Epitaphe waren im Barock und Manierismus Standardmittel, um verdienten Personen ein bleibendes Gedächtnis zu schaffen — und sie erzählen gleichzeitig von der ländlichen Gesellschaft ihrer Zeit.
Die Kanzel und der Taufstein
Zentrale Ausstattungsstücke, zusammen mit dem Altar.
Die zweiseitigen Emporen
Umlaufen den Innenraum.
Der Dachreiter
Ein kleiner Turmaufbau auf dem Dachfirst, der die Glocke beherbergt.
Baujahr Ende 15. Jahrhundert, 16. Jahrhundert, 18. Jahrhundert
Vorhalle & Fenster 1742
Bereich Frankenhain · Frauendorf · Hopfgarten
Bauform Saalkirche mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor
Baustile Gotik, Barock
Besonderheit Friedhofsmauer mit Schießscharten, barockes Torhaus
Epitaph Marschall Hanns von Weissand, frühes 17. Jahrhundert
Lage Auf dem Friedhof

