Kirche Hohenkirchen
Lunzenau · Rochsburg

Kirche Hohenkirchen

Das Portal
Das Portal

Barocke Saalkirche von 1753 — nach einem verheerenden Brand neu errichtet, eine der höchstgelegenen Kirchen der Region.

Schon der Name verrät die Lage: Hohenkirchen steht auf einer Anhöhe und gehört damit zu den höchstgelegenen Kirchenstandorten der Region. Ein silberner Kelch aus dem Jahr 1354 lässt vermuten, dass es hier schon im Spätmittelalter eine Vorgängerkirche gab. Erhalten ist von ihr nichts. Die heutige Kirche entstand 1753, nachdem ein verheerender Brand 1747 Pfarrhaus, Schule und Kirche in Schutt und Asche gelegt hatte.

Was du drinnen und draußen findest

Die barocke Saalkirche

Ein klarer, rechteckiger Raum mit geradem Chorschluss — typisch für den spätbarocken Dorfkirchenbau. Verputzter Bruchsteinbau, Korbbogenfenster: ruhige, funktionale Gestaltung, in der sich nichts in den Vordergrund drängt.

Die Innenapsis

An der Stirnseite eine halbkreisförmige Apsis — ein zurückhaltendes gestalterisches Element, das den Altarraum vom Kirchenschiff absetzt.

Die dreiseitige Empore

Läuft um drei Seiten des Schiffs herum und schafft Platz für die Gemeinde.

Der Dachreiter mit Welscher Haube

Eine geschwungene, glockenförmige Turmhaube mit aufgesetzter Laterne — ein süddeutsch-böhmisch geprägtes Barockmotiv, das im sächsischen Dorfkirchenbau dieser Zeit öfter zu finden ist.

Die Schmeisser-Orgel

Aus der mittelsächsischen Orgelbauwerkstatt Schmeisser, deren Instrumente in vielen Kirchen des Kirchspiels klingen — unter anderem in Rochsburg, Nenkersdorf und Niedersteinbach.

Ein Umbau im 19. Jahrhundert

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche nach Plänen des Leipziger Architekten Julius Zeißig grundlegend umgebaut. Die Orgel, die bis dahin unmittelbar über Kanzel und Altar stand, wurde an den gegenüberliegenden Westgiebel versetzt — wie es seither in vielen Dorfkirchen üblich ist.

Gut zu wissen

Baujahr 1753 (nach dem Brand von 1747)

Bereich Lunzenau · Rochsburg

Baustil Spätbarock

Bauform Saalkirche mit geradem Chorschluss

Orgel Firma Schmeisser

Prägender Umbau Ende 19. Jahrhundert, Architekt Julius Zeißig, Leipzig

Ältester Besitz Silberner Kelch aus dem Jahr 1354

Gottesdienstplan Kirchenführer (PDF)
Lage im Kirchspiel