Kleine Kapelle von etwa 1110, im 15. Jahrhundert um einen gotischen Chor erweitert.
Die Jahnshainer Kirche gehört zu den ältesten Gebäuden der Region. Ihr Kern — eine kleine Kapelle von um 1110 — stammt aus der Zeit, in der das Land hier gerade erst besiedelt wurde. Im 15. Jahrhundert wurde östlich ein neuer Chor angebaut, der in gotischem Baustil ausgeführt wurde und das Schiff deutlich überragt.
Was du drinnen findest
Ein 800 Jahre alter Taufstein
1605 aus der Kirche in Kohren gekauft. Er trägt die eingemeißelte Jahreszahl 1224 — damit ist er fast gleich alt wie die Jahnshainer Kirche selbst. Wenn du daran entlangfährst, berührst du Handarbeit aus dem Hochmittelalter.
Die Werksteinkanzel von 1686
Mit Blattornamenten gestiftet. Sie bekam 1809 einen neuen Hut und ist seitdem in der heutigen Form zu sehen.
Die Orgel
1809 von Orgelbauer Böhme eingebaut, mehrfach restauriert, 1999 zuletzt gründlich überarbeitet.
Freigelegte Akanthusschlingen von 1658
Bei der großen Sanierung 1991–1995 wurden unter der Farbschicht Akanthusranken aus dem 17. Jahrhundert entdeckt. Sie sind heute wieder sichtbar und stammen aus der Zeit unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg — jene Zeit, in der sich die Gemeinde nach den Verwüstungen neu eingerichtet hat.
Eine eigenständige Gemeinde
Jahnshain war lange Zeit nur eine Filialkirche von Kohren — bis 1849. Dann wurde sie eine eigenständige Kirchgemeinde und hatte bis 1919 einen eigenen Pfarrer. Heute wird sie gemeinsam mit Rathendorf betreut.
Baujahr Kapelle um 1110, gotischer Chor im 15. Jahrhundert
Bereich Rathendorf · Jahnshain
Taufstein 1224 (eingemeißelt) — möglicherweise der älteste Ausstattungsgegenstand der Kirche
Glocken Drei Bronzeglocken, älteste von 1500 im Ursprung; heutige Zusammensetzung mehrfach erneuert
